# Was ist eine White-Label-Eventplattform?

> Unter dem Begriff laufen zwei ganz verschiedene Produkte: Software für Veranstalter und Veranstaltungskalender für Medienhäuser. Wie Sie erkennen, welches Sie brauchen.

Veröffentlicht: 2026-10-17 · Quelle: https://platform.wasmachen.at/ratgeber/was-ist-eine-white-label-eventplattform

Eine White-Label-Eventplattform ist Software, die jemand anderes entwickelt und betreibt, die bei Ihnen aber unter Ihrem eigenen Namen läuft. Ihre Domain, Ihr Logo, Ihre Farben. Wer dahintersteckt, sieht der Leser nicht.

Wer den Begriff googelt, landet allerdings schnell bei Anbietern, die etwas völlig anderes verkaufen, als ein Verlag sucht. Das liegt daran, dass sich zwei Produktkategorien denselben Namen teilen.

## Zwei Arten von Eventplattformen

### Eventmanagement und Ticketing

Die meisten Treffer beschreiben Werkzeuge für Veranstalter. Damit organisiert eine Agentur eine Konferenz, verkauft Tickets, verwaltet Teilnehmerlisten oder baut eine App für eine Messe. Es geht immer um die eigenen Veranstaltungen des Betreibers.

### Event-Discovery, also der Veranstaltungskalender

Die zweite Kategorie ist für das Publikum gebaut. Ein Veranstaltungskalender sammelt alles, was in einer Region stattfindet, vom Rockkonzert bis zum Pfarrflohmarkt, und macht es durchsuchbar. Niemand organisiert hier etwas. Leute wollen wissen, was am Samstag in der Nähe los ist.

Solche Kalender betreiben vor allem Zeitungen, Radiosender, Tourismusverbände und Gemeinden. Als White-Label-Lösung bekommen sie die Technik fertig dazu, und, was meist mehr wiegt, einen laufenden Strom an Events, den sie nicht selbst einpflegen müssen.

|   | Eventmanagement / Ticketing | Event-Discovery / Veranstaltungskalender |
| --- | --- | --- |
| **Für wen** | Veranstalter, Agenturen, Unternehmen | Medienhäuser, Tourismus, Gemeinden, Portale |
| **Wer es nutzt** | Teilnehmer eines bestimmten Events | Alle, die in der Region etwas unternehmen wollen |
| **Welche Events** | Die eigenen | Alle in der Region, aus vielen Quellen |
| **Wichtigste Funktionen** | Anmeldung, Tickets, Check-in, Event-App | Event-Import, Dublettenprüfung, Suche, SEO, Redaktion |
| **Woran man Erfolg misst** | Verkaufte Tickets | Reichweite, Stammleser, Werbeumsatz |

## Woran Sie ein echtes White-Label-Angebot erkennen

Ein Logo oben links reicht nicht. Der Kalender sollte auf Ihrer eigenen Domain oder Sub-Domain laufen, etwa `events.ihre-zeitung.at`. Sonst sammelt der Anbieter die Google-Rankings, nicht Sie. Favicon, Farben und die Vorschaubilder beim Teilen gehören genauso dazu, und ein „Powered by“-Hinweis sollte sich abschalten lassen.

Fragen Sie außerdem, wo die Nutzungsdaten landen. Wenn Sie Ihre eigenen Analytics-Keys hinterlegen können, zum Beispiel für GA4 oder PostHog, bleiben die Zahlen in Ihrem System. Für Verlage im deutschsprachigen Raum sind EU-Hosting und eine Consent-Abfrage vor jedem Tracking ohnehin Pflicht.

Und schließlich: Wer entscheidet, was erscheint? Eine Prüf-Warteschlange, in der Ihre Redaktion Einträge freigibt, ist bei einem Produkt unter Ihrem Namen kein Extra.

## Woher kommen die Events?

An dieser Frage scheitern die meisten selbst gebauten Kalender, und hier unterscheiden sich auch die Anbieter am stärksten. Ein Kalender mit vierzig Einträgen ist für Leser wertlos.

Die Grundlast tragen automatische Feeds aus Event-APIs und Partnerquellen. Damit ist der Kalender am ersten Tag voll. Was in keinem Feed steht, das Vereinsfest oder die kleine Kellerbühne, kommt über ein Portal, in dem Veranstalter ihre Termine selbst eintragen. Ihre Redaktion setzt dann eigene Tipps obendrauf.

Sobald mehrere Quellen zusammenlaufen, steht dasselbe Konzert dreimal im Kalender. Eine brauchbare Plattform erkennt das selbst, anhand von Titel, Uhrzeit und Ort, und macht einen Eintrag daraus.

## Warum sich das für Medienhäuser lohnt

Kaum etwas wird lokal so oft gesucht wie „was ist los in Wels am Wochenende“. Wer dafür eine gute Seite hat, bekommt Besucher, die die Zeitung sonst nie erreicht hätte. Event-Seiten mit strukturierten Daten können zusätzlich direkt in Googles Event-Ansicht auftauchen.

Dazu kommt die Gewohnheit. Einen Veranstaltungskalender schaut man jede Woche an, nicht einmal im Jahr. Das öffnet Werbeflächen, die gut zum Umfeld passen: hervorgehobene Einträge, gesponserte Rubriken, Kooperationen mit Veranstaltern. Und die Print-Ausgabe kann ihre Veranstaltungsseite aus demselben Datenbestand füllen.

## Welche brauchen Sie?

Wenn Sie eigene Veranstaltungen organisieren und Karten verkaufen, suchen Sie Eventmanagement-Software. Wenn Sie Ihren Lesern zeigen wollen, was in der Region los ist, und zwar unter Ihrem Namen, suchen Sie eine White-Label-Event-Discovery-Plattform.

Letzteres bauen wir mit [wasmachen.at Whitelabel](https://platform.wasmachen.at/). Was alles dabei ist, steht in der [Funktionsübersicht](https://platform.wasmachen.at/funktionen).
